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XING und der Bestätigungsfehler

Als Karriere-Portal wirkt die Bevorzugung von vielen Likes aufgrund geschlechtsspezifischer Kriterien nicht wie eine Strategie.

Wusstest Du, dass ein Algorithmus einem Bias unterliegen kann. Denn ein Algorithmus wird von einem oder mehreren Menschen programmiert. Dabei kann es passieren, dass manchmal bewusst oder häufiger unbewusst ein Bestätigungsfehler eingebaut wird. Das Weltbild des Programmierers fließt dann in die Entscheidungen ein, die ein Algorithmus zu treffen hat. Das erlaubt unter Umständen interessante Rückschlüsse durch den betroffenen Nutzer zur Güte des Algorithmus. Wie aktuell auf XING.

Ich teile mit anderen Nutzern die Beobachtung, dass die Vorschläge für neue Kontakte auf zu wenigen Kriterien beruht. Also das Posting eines potenziell interessanten Kontakts wird mir vom XING-Algorithmus in die Timeline geschickt. Immer mit dem Hinweis, es handele sich dabei um einen interessanten Kontakt. Gleich daneben gibt es den Button »vernetzen«, um die Person in das persönliche Netzwerk einzuladen.

Aktuell entsteht mit einer besonderen Art von Bestätigungsfehler im Algorithmus für neue Kontaktvorschläge der Eindruck, XING wolle Instagram Konkurrenz machen. Ich erhalte derzeit zu über 90 % Vorschläge, auf denen Damen sich von Ihrer Glanzseite zeigen. Das wirkt nie frivol, fällt aber auf. Und grundsätzlich darf man sich natürlich auf XING so bewegen. Hier entsteht jedoch der Eindruck, je kürzer das Kostüm, desto mehr „Gefällt mir“ Klicks hat ein solcher Beitrag zuvor eingesammelt und das ist offensichtlich das Hauptkriterium, mir als Mann den Kontakt vorzuschlagen.

Daraus ergeben sich folgende Schlussfolgerungen:

  1. Womöglich hat XING im Umfeld von Partner-Vermittlungen Programmierer gesucht und eingekauft. Denn die automatische Empfehlung eines »Match« ist ein wichtiger Aspekt für soziale Netzwerke und Partnerbörsen. Nur sind es gänzlich andere Kriterien. Hiermit würde sich dann die Ausrichtung der Empfehlungen als Bestätigungsfehler erklären.
  2. XING als Netzwerk zeigt unfreiwillig, wie der bevorzugt männliche XING-Nutzer den „Gefällt-mir“-Knopf (eigentlich) betätigt. Auch in einem Business Netzwerk kommt es scheinbar nicht darauf an, gute Inhalte anzubieten, sondern mit alternativen Werten wie Schönheit, Haut oder exklusiv weiblichen Attributen zu punkten. Der Like sitzt dann bei vielen männlichen Nutzern sehr locker und das darf ich nach einer subjektiven Analyse der Likes auch bestätigen.
  3. Das mit neuer Strategie durchstartende ehemalige Netzwerk für Geschäftskontakte hat Kriterien gefunden, die kulturell gar nicht überwunden werden sollen. Als Karriere-Portal wirkt die Bevorzugung von vielen Likes aufgrund geschlechtsspezifischer Kriterien nicht wie eine Strategie, das Arbeitsleben der Mitglieder tatsächlich zu bereichern. Es sei denn, XING plant, sich zum Innenteil des Umkleideschranks in einer Werkshalle zu entwickeln.

Mein Rat an XING. Ihr solltet das zügig überarbeiten. Als Hinweis für das Justieren des Algorithmus sei mir gestattet, Folgendes zu erwähnen. Ich habe noch nie einen solchen Beitrag gelikt. Mein Ignorieren solcher Vorschläge sollte nach Monaten endlich vom Algorithmus verstanden werden, ansonsten irritiert nicht nur der Aspekt der jüngst verkündeten Gruppenschließungen, sondern auch alle drei oben genannten Punkte.

Und jetzt Ihr: Fällt Euch das auch auf? Ich hatte zuletzt einige Bemerkungen von männlichen Nutzern dazu gelesen, was ein Anlass war, das hier so offensiv auszusprechen. Geht es weiblichen Nutzern eigentlich genauso? Mir ist zwar schon ein einziger Krankenhaus-Chef in verschwitzter Sportklamotte aufgefallen. Mag aber sein, dass der XING-Algorithmus mich da cancelt.

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