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TICKR

Überlegungen und Beobachtungen aus dem Umfeld meiner beruflichen und persönlichen Sinnfelder.

Hausärzte uneinig beim Thema Gesundheitskiosk

Was man so hört, vermuten führende Hausärzte durch die Einführung von Gesundheitskisoken eine weitere Verschlechterung der Versorgungssituation in benachteiligten Regionen. Wie der Tagesspiegel Background berichtet, gibt es aber auch Hoffnung unter Hausärzten, die das Modell nicht gleich abschreiben wollen.

Mit Ulrich Weigelt verabschiedete sich heute Morgen ein launischer Bundesvorsitzender des Hausärzteverbands nach immerhin 16 Jahren Amtszeit. Er nutzt wohl die Gelegenheit, die Gesundheitskioske und die Pandemiepolitik der Bundesregierung zu kritisieren.

Haben wir etwas anderes erwartet? Nein.

Onlyfy von XING startet pünktlich zur Zukunft Personal

Meine Zeit bei Stepstone und Monster liegt schon wieder 20 Jahre zurück. Wenn XING sich im Bereich Recuriting neu erfinden will, beschäftigt mich das also auch aus einer früheren professionellen Perspektive heraus und pünktlich zur Zukunft Personal gibt XING bekannt, Onlyfy zu starten.

Constanze Wolff schreibt in Ihrem Blog zum perfekten XING-Profil: »Das Angebot (onlyfy) richtet sich gezielt an kleinere und mittelständische Unternehmen, die wenig Ressourcen für eine aufwendige Talentsuche haben«. Das betrifft dann auch Gesundheitseinrichtungen wie Arztpraxis, MVZ und Krankenhaus.

XING hatte vor Kurzem die konsequente Neuausrichtung des sozialen Netzwerks bekannt gegeben. Unter dem Dach von XING entstehen anscheinend mehrere neue Produkte. Hoffentlich behalten wir den Überblick. Klar scheint, dass man XING nicht mehr als einige Plattform begreift, sondern die Vernetzung seiner Mitglieder in Wertangebote verwandeln wird, die sich an Unternehmen jeder Größenordnung richten. Dabei steht ein hoher Grad an Automatisierung im Raum. Auf der Seite Onlyfy.com liest man: »Durch intelligente Unterstützung und aktive Kandidat·innen-Vorschläge geht Recruiting mit onlyfy one schon fast von alleine.«

Appell zur konstruktiven Mitarbeit bei Digitalstrategie

Der Vorsitzende des Landesverbandes, Dr. Han Hendrik Oen, hat die Ärzteschaft aufgefordert, sich konstruktiv und versorgungsorientiert an einer Digitalisierungsstrategie im Gesundheitswesen zu beteiligen. Der stellvertretende Landesvorsitzende, Dr. Max Tischler, betonte in diesem Kontext die Bedeutung der digitalen Transformation und der Interprofessionalität im Gesundheitssektor.

Die ganze Meldung lesen Sie hier

Amazon Deal mit One Medical wird untersucht

Die Federal Trade Commission (FTC) untersucht die Pläne von Amazon, zwei Unternehmen zu übernehmen. Neben dem Staubsaugerhersteller iRobot interessiert uns hier primär das Gesundheitsunternehmen One Medical. Wie das Wall Street Journal berichtete, forderte die FTC bereits am letzten Freitag zusätzliche Informationen zum Deal zwischen One Medical und Amazon. Eine Einreichung bei der Securities and Exchange Commission durch den One-Medical-Eigentümer 1Life enthüllte das.

Die Schritte stehen im Kontext der Strategie von Amazon, sich als Monopolist zu positionieren. Insbesondere die Übernahme von One Medical macht hier offenbar Sorgen. Zunächst wurde gemutmaßt, dass der E-Commerce-Riese Amazon Care möglicherweise den Stecker gezogen habe. Gesundheitsexperten hatten Bemühungen von Amazon in dieser Branche bedenklich gesehen. Allen Berichten zufolge ist Amazon immer noch sehr daran interessiert, in die Healthcare-Branche einzusteigen.

Bereits im Juli kündigte Amazon an, One Medical für 3,9 Milliarden US-Dollar kaufen zu wollen, das Jüngste in einer Reihe von Multimilliarden-Dollar-Deals, darunter die 8,5-Milliarden-Dollar-Akquisition des Hollywood-Studios MGM in diesem Jahr und der 13,7-Milliarden-Dollar-Kauf von Whole Foods im Jahr 2017.

Interessant ist das außerdem, weil zuletzt in Deutschland etwas Nervosität entstand, weil Amazon sich direkt an die Übernahme von Gesundheitseinrichtungen heranwagt. Wir haben das zuletzt auf Linkedin diskutiert. Ausgerechnet jetzt, wo es deutschen Krankenhäusern nach der Pandemie nach Angaben einschlägiger Verbände besonders schlecht geht.

flexTI versteht sich als TI as a Service

Der Gütersloher Betreiber von Rechenzentren für Gesundheitseinrichtungen hat bekannt gegeben, seine Dienstleistung flexTI weiter auszubauen. Nach eigenen Angaben denkt Arvato Systems die TI weiter und geht einen zwischenzeitlichen Schritt in Richtung TI 2.0. Der Umzug der Konrektoren in die eigenen Rechenzentren erlaubt es dann, den aus Sicht von Praxen als sperrige Hardware abzuschaffen. Vor allem kleinere Einrichtungen sollen davon profitieren.

Quelle: Zusendung einer E-Mail an den Bundesverband Internetmedizin e.V.

Social Audio zum Gesundheitswirtschaftskongress 2022

Der Kongresspräsident Heinz Lohmann stellt sich den Fragen der HEALZZ.community. Wir sorgen für exklusiven Einblick hinter die Überschriften und Inhalte des diesjährigen Programms. Offensichtlich und vielleicht versteckte Eckpunkte an beiden Tagen wollen wir mit Heinz Lohmann gut 14 Tage vor dem Gesundheitswirtschaftskongress mit ihm durchgehen.

In Hamburg herrscht aktuell hitzige Flaute. Der #GWK22 in Hamburg allerdings bringt Bewegung und die Sommerfrische zurück. Für den 20. und 21. September 2022 kündigt sich das erste große Branchen-Meeting nach Sommerpause an und wir von der HEALZZ.community haben die Gelegenheit dazu direkt zu sprechen.

Hier geht es direkt zum Social Audio auf Linkedin. Alternativ suchen Sie bitte dort nach Heinz Lohmann im Gespräch mit der HEALZZ.community.

Das neue Format Social Audio auf Linkedin verspricht Nähe und Klarheit. Ergreifen Sie die Gelegenheit, diese Funktion, die so viel mehr sein will, auszuprobieren. Sie brauchen nur Ihr Smartphone und ein Headset, das Sie üblicherweise zum Telefonieren nutzen.

Der Diskurs in sich verändernden Gesundheitsmärkten erfährt einen neuen Querschnitt in Sozialen Medien. Wir danken Heinz Lohmann, dass er diese Gelegenheit bei uns ergreift.

Mehr erfahren Sie unter https://healzz.community.

Hashtags: #GWK22, #Gesundheitswirtschaftskongress #Diskurs #Kongress #Meeting #Branchentreffen #Gesundheitswirtschaft #Gesundheitswesen #Gesundheitssystem #Gesundheitsgeschehen #Gesundheitspolitik #Gesundheitsökonomie #Vanlife für #HEALZZ

Das E-Rezept ist nicht verhandelbar

Der Vorstand der KVWL Thomas Müller hat jetzt mitgeteilt, dass man seitens der Gematik, dem Bundesministerium für Gesundheit und den Hersteller von Verwaltungssystemen (Software) für Apotheken erwartet, dass das E-Rezept spätestens in drei Monaten mit der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) übertragen werden kann.

Bei der KVWL hält man das für eine Grundvoraussetzung zur erfolgreichen Einführung des E-Rezepts.

Auch ein Rezept auf Papier kann in falsche Hände geraten

Das gestern bekannt gewordene (vorläufige) Aus für das E-Rezept in Schleswig-Holstein erregt die Gemüter. Kern der Kritik der Datenschützer ist der Versand des zur Einlösung des E-Rezepts nötigen QR-Codes per E-Mail. Das Argument der Gegner dieser Entscheidung verweist auf die Tatsache, dass auch ein papiergebundenes Rezept in falsche Hände gelangen kann.

Einmal mehr dreht sich die Diskussion um die Risiken, die wir bereit sind als Gesundheitsgesellschaft einzugehen. Eine Abwägung des tatsächlichen Risikos scheint allerdings nicht möglich.

Alternativen, so der Tagesspiegel im heutigen Background Gesundheit & E-Health, gibt es laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung nicht. Welche sollten das auch sein? Auch in der HEALZZ.community wird diskutiert. So schreibt ein Mitglied mit Verweis auf Unkosten, die nicht mit Geld zu bezahlen sind:

Eine Woche vor dem Roll-out des eRezeptes nun hat also der Landesdatenschutz-Fürst festgestellt, dass es an der Zeit wäre, seine Position zu publizieren….! Welch ein schlafmütziges Szenario! Welch eine Beleidigung der Akteure, die sich seit vielen Monaten konsequent auf diesen 1. September vorbereitet haben.

Noch einmal im Tagesspiegel Background: Maximilian Funke-Kaiser, digitalpolitischer Sprecher der FDP, kritisiert den „Dogmatismus“, mit dem „wir nie zu einem digitalen Gesundheitswesen“ kommen. Schließlich könne auch ein ausgedrucktes Rezept in falsche Hände gelangen.

Frank Stratmann kümmert sich um wichtige Weltzusammenhänge

Warum eine so vermessene Überschrift? Das kläre ich sofort auf. Ich kann es sogar beweisen. Bitte diesen Beitrag mit Zwinger-Smiley zur Kenntnis nehmen.

Gib zu, auch Du hast schon einmal Deinen Namen gegoogelt Wie komme ich ausgerechnet heute darauf? Ganz einfach. Dieses Blog startet neu durch und da will man doch wissen, ob sich die Maßnahmen zur optimalen Darstellung und Auffindbarkeit in Suchmaschinen bemerkbar machen. Kennt mich Google unter meinem Namen an dieser Stelle? Na klar. Aber an welcher Stelle stehe ich. Seltsamerweise nicht auf Platz 1. Aber die erste Seite der Suchmaschine (SERP) von Google zeigt mich dafür gleich mehrmals.

Meine Namensvetter mit gleichem Vornamen Frank und Nachnamen Stratmann kenne ich schon aus vorherigen Recherchen. Heute ist mir aufgefallen, dass Frank Stratmann die Welt zusammenhält. Im Prinzip kümmert sich Frank Stratmann um verdammt wichtige Dinge. Ich zeige mal ein Ranking, das ich im Inkognito-Modus des Browsers erstellt habe und setze mich selbst an die vierte Stelle.

  1. Frank Stratmann ist Musikmanager bei Groove Attack, einem 1992 in Köln als Plattenladen gestartetem Musiklabel, das in jetzt schon 30 Jahren unzählige Chart-Notierungen, Nr. 1 Platzierungen in den Single- und Album-Charts, sowie Goldene Schallplatten, nationale und internationale Musikpreise gewann. Darunter den ECHO, die 1LIVE-Krone, einen Grammy oder den Mercury Music Prize.
  2. Frank Stratmann ist Hauptgeschäftsführer bei Einrichtungspartnerring, einem der wichtigsten Möbelverbundgruppen für mittelständische und inhabergeführte Möbelfachgeschäfte. Hier geht es also ums Wohnen. Irgendwo muss die Musik aus (1) ja gehört werden. Und eine Alternative zu IKEA ist immer gut.
  3. Frank Stratmann erforscht Wolkenmikrophysik und Einfluss von Turbulenz auf die Wechselwirkung zwischen Aerosol und Wolken. Bei ihm dreht sich im Leibniz-Institut für Troposphärenforschung alles ums Klima und wer es noch nicht mitbekommen hat. Wir habe da ein Problem. Falls wir das nicht besänftigen, ist es vorbei mit Musikmöbeln (2).
  4. Frank Stratmann widmet sich dem Diskurs in sich verändernden Gesundheitsmärkten. Erraten. Das bin ich; also der Host dieses Blogs. Gern geschehen. Als Mensch, Consultant, Mentor, Wissensarbeiter, Autor und Blogger, Moderator, Seminar- und Workshopleiter biete ich Gesundheitsakteuren eine Intellektuelle Partnerschaft mit dem Epizentrum Marketing im Gesundheitswesen. Kommunikation ist Teil von gesundheitlicher Leistungserbringung und was wäre Musik auf dem eigenen Sofa bei herbstlicher Gemütlichkeit ohne Gesundheit?

Viermal Frank Stratmann bilden so etwas wie einen Quadranten für wichtige Weltzusammenhänge. Beweis erbracht. Ich lege mich jetzt ins Bett und schlafe bei offenem Fenster. Dann können die Wolken hinein und ich höre vorher noch etwas Musik.

Nicht jede Socken einzeln waschen

Ein genialer Tipp, den jeder gebrauchen kann, der von 𝗗𝗶𝘀𝘁𝗿𝗮𝗰𝘁𝗶𝗼𝗻 betroffen ist, also der omnipräsenten Unterbrechung durch Medieninhalte, die auf der Glasscheibe auftauchen, die wir ständig bei uns tragen. Der Tipp lautet:

Nicht jede Socke einzeln waschen!

Anna Miller

Sehr eingängig, oder? Zu Hause warten wir, bis etwas Wäsche zusammengekommen ist. Abgesehen davon, dass wir mit Wäschewaschen Mühe verbinden. Wir haben einfach gelernt, dass jede Socke einzeln zu waschen, mit weiteren Tätigkeiten verknüpft ist und es zudem nicht energiesparend wäre.

So können wir auch mit Medieninhalten verfahren. Wir lassen einfach etwas mehr auf einen Haufen kommen und kümmern uns im Sinne einer Belohnung darum und werden so vielleicht sogar weniger von anderen Inhalten abgelenkt. Ich habe auf Reisen mal festgestellt, dass ich über 100 Aktivierungen meines Smartphones (Entsperrung) am Tag hatte.

Der Sockentrick lässt sich gut mit dem Anspruch kombinieren. Jeder Ping eine Socke. Schon das kurze Zögern kann dazu führen, dass wir eher den Gedanken dazu nutzen, uns neu zu konditionieren.

Aus einem Reflex wird die Erinnerung an die Wäsche. Denn oft reicht ein kurzes Innehalten, um einem ersten Impuls zu widerstehen. Das hilft auch bei Grabbingattacken, wenn wir nach etwas Süßem verlangen. Kurz den Müll wegbringen, hilft da auch schon. Meist kommt dann schon wieder ein neuer Gedanke vorbei, der uns hilft, auf Spur zu bleiben.

Anna Miller ist übrigens zu sehen und zu hören (Podcast) in der Sternstunde Philosophie vom 19. Juni 2022.

Wort zum Sonntag

Diese Karte fand ich am heutigen Sonntag auf Linkedin und habe wie folgt kommentiert.

Ich möchte die gute Stimmung hier nicht dämpfen. Nur Folgendes: Wenn ich (meine) Wahrheit sage, irritiert das häufig. Als Neuexistenzialist würde ich sagen, wir alle leben im Lichte einer Vorstellung, wer wir sind. Wer das anerkennt, weiß um das aufzubringende Mitgefühl im Wesen von Respekt. Damit bin ich auch wieder bei Freundschaft und Liebe. Die erwächst aus Mitgefühl und widersetzt sich jedem Imperativ unserer heutigen Zeit, um wie Horst zu schließen. Schönen Sonntag 🙏

Wofür ich dankbar bin am 19.08.2022

Heute nichts weiter erlebt als Arbeit. Viel geschafft heute. Die HEALZZ.community Website wurde auf Social Audio getrimmt und am Nachmittag habe ich dann noch am Stammtisch des B2B-Sales teilgenommen und einige Informationen und Take-Home-Messages eingesammelt.

  • Die aktuelle hohe Akzeptanz von Social Audio ist primär der Pandemie und dem damit verbundenen Cocooning, sich in virtuellen Räumen mit Freunden und Bekannten auszutauschen. Damit erfährt ein mit Clubhouse erschienenes Phänomen jetzt schon seine Renaissance und die HEALZZ.community nutzt das für die eigene Neuausrichtung.
  • Heute habe ich vom Held der Steine gehört. Warum wollten wir nur Lokomotivführer werden und blieben bei der Berufswahl nicht bei den bunten Steinen aus Lego. Damit verdient man offensichtlich richtig gut, wie ich durch die Blume verstanden habe.
  • Nachdem XING angekündigt hat, die Gruppenfunktion vom Netz zu nehmen, stehen viele Gruppenmoderatoren vor Herausforderungen. Den rund 70 verbliebenen XING-Ambassadors bleibt die Hoffnung, mit ihrem Netzwerk auf einer bislang versteckten Seite zu reüssieren. Im Angebot von XING News verstecken sich Themenseiten und dort findet sich zum Beispiel auch die Themenseite Gesundheits- und Krankenpflege.
  • Mit dem guten alten Freund und Kollegen Oliver Gassner habe ich eben vereinbart, ein wöchentliches Social Audio über Wissensarbeit zu veranstalten. Auf Linkedin. Mehr Informationen dazu demnächst in der Revue der Wissensarbeit hier im Blog.

Fachkräftemangel kompensiert man nicht durch ein schnelleres Karussell?

Derzeit häufen sich Angebote in meinem Postfach, die sich mit effizienter Personalsuche zu Zeiten des Fachkräftemangels beschäftigen. Zwei kurze Gedanken dazu als Notat im TICKR.

Kompensieren wir den Fachkräftemangel tatsächlich dadurch, dass wir das Personalkarussell immer schneller drehen? Wohl kaum. Erkennbar ist zudem, dass der Wechsel eines Arbeitgebers sich nur dann lohnen sollte, wenn der neue auch mehr zu bieten hat oder die Vereinbarkeit zwischen Beruf und Privatleben sich verbessert. Es gibt mannigfaltig viele Gründe, den Arbeitgeber zu wechseln. Darauf kann ich an dieser Stelle nicht eingehen.

Wenn ich eine Menge Früchte auf verschiedene Obstkörbe verteile und als Arbeitgeber hauptsächlich in die Effizienz meiner Personalsuche investiere anstatt in New Work, kompensiert das weder den Fachkräftemangel noch finden die, die den Arbeitgeber wechseln, ihr Glück. Schlimmstenfalls verlieren Arbeitende, die sich für einen Wechsel künstlich begeistern lassen, letzte Verlässlichkeiten und kommen vom Regen in die Traufe. Natürlich kann so in einem Einzelfall eine nicht zu reparierende Situation beim aktuellen Arbeitgeber gelöst werden. Normativ will sich mir nicht erschließen, warum ich nicht genauso viele Ambitionen erkennen kann, dem Fachkräftemangel tatsächlich zu begegnen. Vor allem in der Pflege.

Dann dreht sich das Personalkarussell ständig weiter und erinnert eines Tages an eine Mühle, in der wir die letzten verbliebenen Fachkräfte zermahlen werden. 

Mich beschäftigt das vor allem, wenn ich lese, dass auf Pflege spezialisierte Organisationen dafür sorgen, die Pflegekräfte vom einen in den anderen Obstkorb getragen werden, um damit ein Wertangebot zu beschreiben, das im engeren Sinne keines sein kann. Unternehmen, die den Wechseldruck bewusst aufbauen, um dann nur als Verschiebebahnhof zu agieren, sind kein Teil der Lösung. Das gebe ich zu bedenken und hiermit zur Diskussion frei.

Wofür ich dankbar bin am 10.08.2022

  • Heute war es noch einmal etwas wärmer als gestern, aber angenehm. Nach diesen Zeilen geht es noch einmal rauf auf den Berg, um die goldene Stunden nicht zu verpassen.
  • Bereits gestern bin ich über ein Zitat von Maria Montessori auf Linkedin gestolpert. Ihr habt es vielleicht auf Instagram in der Story gesehen. Ich habe dem noch einmal nachgespürt und wichtige Einsichten aufgefrischt. Nämlich, dass auch eine geistige Umgebung ein geschützter Ort sein sollte. Ich werde das in meinen Mentorings wieder stärker nach vorn holen.
  • Heute Vormittag habe ich mein eigenes Big Picture in eine Mindmap verwandelt, um mich kurz darauf zu entschließen, es als ordentliches Diagramm noch einmal durch meinen Kopf zu jagen. Das erledige ich die nächsten Tage. Tatsächlich ist es so, dass das auch alles da rauskommt und Inhalte iterativ zu bearbeiten macht Spaß, weil man sich die Zeit nimmt, Dinge einfacher ausdrücken zu können. Das macht zufrieden.
  • Ich habe am Nachmittag die Zeit auf der Terrasse genutzt und mich um ein neues Projekt gekümmert, von dem ich Euch bald erzählen darf.
  • Dann ist mir heute noch etwas Wichtiges aufgefallen und ich hatte einen kleinen Heureka Moment, von dem ich hier aber nichts erzählen möchte. Dafür ist das alles noch zu unausgegoren. Ich wollte nur kurz erinnern, dass es diese Momente sind, die Motivation erneuern können, die dann wie ein Mechanismus auf dem Weg zu angepassten Zielen helfen.

Sowohl Strafen als auch Lob und Preise sind nichts anderes als die Aufforderung zu erzwungenen oder unnatürlichen Bemühungen, ein anderes Ergebnis herbeizuführen.

Maria Montessori

Interop Council: Umfrage zur Interoperabilität

Schon im Mai dieses Jahres hat das Interop Council seine Arbeit auf. Das siebenköpfige Expertengremium unter Vorsitz von Prof. Dr. Sylvia Thun konzentriert Sachkompetenz in Fragen der Interoperabilität unter dem Dach der Gematik.

Eben schreibt mir Sylvia Thun über Linkedin, dass man ab sofort eine Kartierung von Interoperabilitätsinitiativen angehen will. Dazu gibt es einen Fragebogen, den Krankenhäuser, Softwarefirmen, Anwender, Rehakliniken, Psychiatrien und medizinische Versorgungszentren ausfüllen sollten.

Ein hohes Maß an Interoperabilität ist ausschlaggebend, dass Gesundheit einrichtungsübergreifend und gemeinsam mit Inhabern elektronischer Patientenakten gelingt. Immer dort, wo Gesundheitsdaten erhoben und genutzt werden sollen. Gesundheitsdaten sind per se besonders schützenswerte Daten. Deshalb ist neben dem Schutz auch eine technisch gesicherte Distribution solcher Daten wichtig und bedarf eines Regelwerks. Im technischen Sinne wie auch hinsichtlich ihres Nutzens über die persönliche Verwendung im Einzelfall hinaus.

Mit der Befragung versucht man im Interpol Council zu verstehen, welche Initiativen im Bereich Interoperabilität derzeit aktiv an Projekten arbeiten. Dazu gehört auch, zu verstehen, warum es ein Projekt gibt, wie es arbeitet und welchen Prämissen es folgt. Auch der Zeitpunkt zu verstehen, wo im Rahmen des Versorgungsszenarios Gesundheitsdaten ausgetauscht werden sollen, ist gegenständlich.

GESUNDHEIT passiert! Ausgabe 31/22

Das Gesundheitsgeschehen, wie es täglich im Versorgungsalltag gelebt wird, bezieht kulturelle Veränderungen immer auf sich selbst. Seit einiger Zeit stelle ich wichtige Überlegungen und Gedanken in einem wöchentlichen Linkedin Newsletter zusammen, zu dem ich auch Dich herzlich einlade.

Der Newsletter kann hier abonniert werden und erreicht Dich direkt auf Linkedin und im E-Mail-Postfach.

Save The Date der Woche: Fachsymposium Innovation und Digitalisierung

Im September bin ich mal wieder in Leipzig. Seit einigen Jahren moderiere ich das Fachsymposium »Innovation durch Digitalisierung« im Gesundheitswesen. In diesem Jahr dürfen wir immer noch feststellen, dass die Digitalisierung des Gesundheitsgeschehens kein Selbstläufer ist. Immer mehr Start-ups und im Versorgungsalltag eintreffende Künstliche Intelligenz erhöhen noch nicht den Grad der Digitalisierung im Gesundheitsgeschehen, sondern den Veränderungsdruck, den immer mehr Akteure verspüren.

Besonders freue ich mich auf die Keynote von Moritz Behm. Im Winter kommt ein Buch heraus, das er gemeinsam mit Christian Stummeyer und Andrea Raab herausgibt. Es heißt Plattformökonomie im Gesundheitswesen und ich durfte selbst einen Beitrag dazulegen. Deshalb heißt sein Titel am 20.09.2022 in Leipzig auch: Transformation im Gesundheitswesen – warum tun wir uns so schwer?

Bitte nutzen Sie die Gelegenheit, sich einfach mal wieder persönlich zu sehen und zu sprechen. Anmeldungen sind hier möglich oder Sie melden sich persönlich bei Diahann Wosnitza von den Gesundheitsforen über die Seite des Veranstalters.

Gern stelle ich Ihnen hier im Ticker in den nächsten Tagen noch weitere Teilnehmer vor. Google Deutschland und Bayer Vital werden vor Ort sein. Genauso wie die Start-ups ama mind, Deep Care, Famedly, Lindera und vimum. Wir sehen uns vor Ort.

Amazon hat meinen Hausarzt übernommen

Im Zuge der Diskussionen um die Übernahme von One Medical durch Amazon hatte es einige Wortmeldungen gegeben. Helmut Hildebrandt meldet sich über Twitter mit einer Replik auf einen Artikel, den er im Jahr 2014 schrieb und dessen Zusammenfassung heute für sich steht. Er bezieht sich auf den US-Forscher Clayton M. Christensen. Sprunginnovationen fördern die Disruption ganzer Märkte. Märkte könnten sich demnach weiterentwickeln, wenn entsprechende Updates hinsichtlich Organisation und Technologie angenommen werden. Meistens jedoch entsteht eine Art Überraschungseffekt, weil neue Mitspieler in etablierten Märkten durch etablierte Akteure unterschätzt würden. Damit auch die Wirksamkeit von Innovationen, die meistens von jenen entwickelt würden, die sich in einem Markt im Nachteil fühlen oder bewusst die Marktführerschaft anstreben.

Problematisch wird es, wenn ein Unternehmen wie Amazon schon stark ist in anderen Bereichen und bewiesen hat, dass man Märkte verändert. Deshalb ist der Eintritt von Amazon in den versorgenden Gesundheitsmarkt mithilfe von One Medical nicht zu unterschätzen. In einem Satz zusammengefasst müssen 764.000 US-Amerikaner, die Mitglied bei One Medical sind, zur Kenntnis nehmen und um es mit den Worten des CNBC Deputy Tech Editors Ari Levy zu sagen:

Amazon is buying my doctor’s office, the same company that sends me countless boxes every week will own the portals, containing my medical information.

Im gerade verschickten Linkedin Newsletter GESUNDHEIT passiert! habe ich ein paar weitere Eckdaten hinterlegt und komme noch zu einer anderen Einschätzung. Gern drüben weiterlesen und abonnieren. Vielen Dank.

XPOMET kehrt zurück nach Leipzig

Das vor der Pandemie gestartete Festival-Format XPOMET startet wieder durch. Das teilt mir der Gründer Ulrich Pieper heute per Messenger mit. Zuletzt war das mutige international orientierte Event von Leipzig nach Berlin umgezogen.

Die XPOMET© Medicinale© ist das nach eigenen Angaben das größte interaktive Medical & Tech Festival in Europa. Die Ticketpreise haben sich dem üblichen Rahmen für eine Kongressteilnahme in der Gesundheitswirtschaft angepasst und wir dürfen gespannt sein, wie es diesmal wird.

Viel Erfolg. Schon Ende September 2022 ist es soweit.

Möchte ein Arzt weltweit aktiv sein?

Parallel zum gerade veröffentlichten Artikel zur Übernahme von One Medical durch Amazon im Blog und auf Linkedin flattert eine Konzeptnote einer Digitalagentur in mein Postfach. Ein in den USA und Indien agierende Unternehmen verspricht eine technische Lösung, das Einzugsgebiets einer Arztpraxis auf ein globales Marktumfeld zu vergrößern.

Mich beschäftigt da weniger die technische Umsetzung. Vielmehr möchte ich an Leser aus dem ärztlichen Milieu folgenden Fragen adressieren: 1.) Können Sie sich das grundsätzlich vorstellen? 2.) Würden Sie dem nationalen Markt durch ein medial ermöglichtes, global funktionierendes Szenario den Rücken kehren und 3.) Was tun sie heute, um ihren zu vielen Patientinnen und Patienten gerecht zu werden? Denn ein Teil der Patientenschaft, die heute eine Arztpraxis aufsucht, könnte sich demnächst anderen Szenarien zuwenden.

In dem Konzeptpapier wird nämlich postuliert, dass das größte Problem die fehlende Convenience bei Erreichbarkeit und die verstreichende Zeit bis zur Therapieempfehlung sind. Damit rückt der Arzt aus Übersee durch einen medialen Touchpoint in Reichweite. Was meinen Sie?

Disaster Nurse

Interessante Anregung von Miriam Moser auf LinkedIn. Anlässlich der andauernden Hitzewelle schlägt die Digital und Pflegepionierin vor, dem Vorbild der USA zu folgen und eine Disaster Nurse zu etablieren.

Disaster Nurses gibt es dort schon seit acht Jahren. Sie entwickeln Konzepte und Strategie, um den Schutz der Bevölkerung besser gewährleistet zu können. Gesundheitsschäden und Risiken infolge von Naturkatastrophen und Wetterereignisse sollen so eingedämmt werden können.

Schon wieder so eine verrückte Idee aus den USA? Gerade erst habe ich selbst über die Idee des Chief Philosophy Officer geschrieben. Der mischt sich nicht direkt in der Versorgung ein. Aber eine Disaster Nurse würde er sicher unterstützen.

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