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Die Verhandlungen zum Umgang mit Gesundheitsdaten laufen zäh

Der Streit zwischen Ada Health und der Techniker Krankenkasse (TK) begann vor gut 3 Jahren. Jetzt ging es auf Linkedin noch einmal in eine neue Runde. So angefressen der Anbieter eines Symptomcheckers auch klingt. Das Kommentar des Gründers verweist auf ein wichtiges Versäumnis.

Manchmal lohnt es sich, auf Linkedin in den Kommentaren prominenter Postings zu stöbern. Jens Baas von der Techniker Krankenkasse mahnt nach einem Besuch in Finnland den Grad der Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen an. Er zeichnet ein Bild, das uns in Deutschland rückständig erscheinen lässt. Daniel Natrath, Gründer und CEO von Ada Health kommentiert das mit den Worten:

Stimme Dir zu, aber dann sollte man als Krankenkassenchef auch genau so handeln – Chancen/Risiko-Abwägung zum Wohle des Patienten – und nicht Startup-Partner aufgrund letztlich unbegründeter Vorwürfe aus Angst vor schlechter PR „vor den Bus werfen“. Schönes Wochenende.

Daniel Natrath

Hintergründe zum Streit zwischen Ada Health und TK

Wir erinnern uns. Im Jahre 2019 zog die Techniker Krankenkasse die Reißleine und beendete die Kooperation zu Ada Health. Der Betreiber eines Symptomcheckers (App) sah sich damals dem Vorwurf ausgesetzt, personenbezogene Daten an Facebook und den US-Dienstleister Amplitude übertragen zu haben. Das soll jetzt hier keine Rolle mehr spielen. Klar ist aber, dass Ada Health bis heute daran knappst und mit Blick auf Finnland spitzfindig bemerkt, dass wir dringend eine Verhandlung dazu benötigen, wie mit solchen Vorfällen hierzulande umgegangen werden sollte.

Die Hexenjagd auf einzelne Sicherheitslücken hatte zuletzt auch die Einführung des E-Rezepts infrage gestellt. Häufig entstehen durch vorschnelle Interpretationen unnötige Missverständnisse. Und das Spiel wiederholt sich ständig. Definitiv ist das Versäumnis, die Bevölkerung auf den Diskurs in sich verändernden Gesundheitsmärkten einzuschwören, ein Faktor beim zähen Vorankommen der Digitalisierungsbemühungen. Das führt außerdem dazu, dass wir den Datenschutz ständig überfordern, weil auf ihren Schultern das lastet, was wir als Gesellschaft in Gemeinschaft zu lösen hätten.

Verhandlungen zum Umgang mit Gesundheitsdaten verlaufen nicht zweckmäßig

Das sieht offensichtlich auch Ada Health so, die in einer Stellungnahme damals sagten: »Dritte haben ohne die ausdrückliche Zustimmung der Nutzer keinen Zugang zu persönlichen Gesund­heitsinformationen.« – es ist nicht mein Anliegen, das hier noch einmal technisch zu klären. Es geht um den Umgang mit Gesundheitsdaten als Gesellschaft.

Im Umgang mit besonders schützenswerten personenbezogenen Gesundheitsdaten werden wir ein Mindestmaß an Risikobereitschaft aufwenden müssen. Das machen uns viele Länder vor. Zu diesen Ländern gehören nicht nur Finnland, sondern auch Dänemark und Israel, deren Umgang mit dem Thema vom Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach gestern bei der Vorstellung des Fahrplans zur Digitalstrategie der Bundesregierung für das Gesundheitswesen als Benchmark ausgelobt wurden.

Der Streit zwischen Ada Health und der Techniker Krankenkasse (TK) begann vor gut 3 Jahren. Auch wenn einer einzelne gescheiterte Kooperation ausschlaggebend sein dürfte für die gesamte Entwicklung, erkennt man doch deutlich, dass wichtige Akteure eine sensible Bannmeile einhalten und sich so der Diskussion um einen zweckmäßigen Umgang mit personenbezogenen Gesundheitsdaten entziehen.

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