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Schafft es die Rolle des Chief Philosophy Officer ins Krankenhaus?

In Zeiten des gesellschaftlichen Umbruchs ruft sich jetzt die Philosophie auf den Plan und dringt ein in unternehmerisches Handeln.

Ich hatte da neulich etwas auf Linkedin angemerkt. Es gibt zwei Rollen von Kommunikationsakteuren, die international weiter an Bedeutung gewinnen und die ich künftig im Rahmen strategischer Überlegungen für die Leistungserbringung größerer Gesundheitseinrichtungen für essenziell halte.

Der Chief Listening Officer hat mich schon vor über 10 Jahren beschäftigt. Mit dem Aufkommen der sozialen Medien erkannten viele Unternehmen in medial fortschrittlichen Ländern, dass es zwingend wurde, jemanden zu haben, der aus dem großen Rauschen, das ein Unternehmen umgibt und betrifft, die wichtige Erkenntnisse erfasst, filtert, aufbereitet, kanalisiert und bearbeitend beantwortet. Sei es nun als Feedback innerer Angelegenheiten oder als kommunikatives Handeln im Äußeren. Heute müsste diese Aufgabe um mehrere Terrains erweitert werden.

In Zeiten des gesellschaftlichen Umbruchs ruft sich die Philosophie auf den Plan und dringt ein in unternehmerisches Handeln. Man hört von der Besetzung erster Chief Philosophy Officer. Didaktisch gesehen überwinden wird gerade wieder einmal die Perversionen einer instrumentellen Vernunft. Wir haben uns verrannt und auf dem Weg zur Sinngesellschaft gibt es keine Abkürzung. Wir werden alles – in jedem Fall – neu verhandeln müssen und das Gesundheitsgeschehen in seiner derzeitigen Form darf überwunden werden.

Es liegen ein paar Themen auf dem Tisch, die sich im Diskurs verändernder Gesundheitsmärkte nicht einfach durch eine technische Entscheidung lösen lassen. Dazu zähle ich etwa den Umgang mit Gesundheitsdaten und einer aufkommenden Datensolidarität, die mit dem Europäischen Gesundheitsdatenraum (EHDS) gerade diskutiert wird. Der Bezug in dem Gespräch auf Twitter auf die Kolonialisierungsthese von Jürgen Habermas ist gültig. Im Umgang mit Gesundheitsdaten, die Bürger über unterschiedlichste Wege beisteuern, muss darauf geachtet werden, dass die Menschen nicht einfach nur zu Datenlieferanten entfremden.

Philosophie als Managementdisziplin

Man geht nicht zu weit, wenn man behauptet, die Philosophie wird in den nächsten Jahren einen größeren Stellenwert einnehmen. Das ruft zwangsläufig den Chief Philosophy Officer auf den Plan. Der Chief Digital Officer hat es ja bereits in die strukturelle Position geschafft und kümmert sich auch manchmal um den kulturellen Wandel. Der Chief Listening Officer oder auch der Chief Content Officer sind aus meiner Sicht eine logische Folge des Auftauchens netzökonomischer Inhaltsarbeit.

Wenn ich hier vom Chief Officer reden, dann möchte ich damit ermahnen, dass alle Aufgaben ethischer und moralischer Dimension als so wichtig erachtet werden, dass sie auf höchster Entscheidungsebene etabliert werden. Es geht mir nicht darum, etwaige Wasserköpfe noch schwerer zu machen. Kulturell säße ein Chief Philosophy Officer nicht in einem anderen Elfenbein. Auch die Beispiele für andere Chiefs sind unter Berücksichtigung von New Work eine strategische Querschnittsaufgabe.

Gerade für Krankenhäuser halte ich alle Aufgaben für essenziell. Kaum eine Organisation bekommt über seine heterogene Community eine so hohe Verantwortung gespiegelt. Gleichzeitig projiziert die Community eines Krankenhauses maximal soziale Verantwortung auf die Gesundheitseinrichtung. Wäre es denkbar, dass ein Krankenhaus in nächster Zukunft, Daten, die es unter Zustimmung der Patientinnen und Patienten erhebt, monetarisiert. Der Chief Philosophy Officer könnte etwa die ethische gerechtfertigte Verwendung der Gelder sicherstellen. Denn die Akzeptanz dafür nach innen und außen wäre die Organisation eines Diskurses im Sinne eines kommunikativen Handelns, um noch einmal Jürgen Habermas zu bemühen.

Auch Krankenhäuser sind hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Verantwortung in der Pflicht. Dazu braucht es eine verantwortliche Person, die im Unternehmen zielgerichtete Praktiken und Routinen einführt.

Nachtrag: Schon 2019 erklärte das Manager-Magazin seinen Lesern, dass Philosophen die Chefetagen erobern. Jetzt ist mir drei Jahre später noch kein Eroberer in der Gesundheitswirtschaft begegnet. Ich nehme folgende Zeilen allerdings als Anlass, es könnte Vorteile haben, als Führungskraft ein wenig philosophischer zu denken. Das Manager-Magazin verweist auf Google. Das Unternehmen veröffentlichte in einer Führungsstudie „Project Oxygen“ acht Merkmale, die nach eigener Beobachtung eine gute Führungskraft ausmachen. Anders als das klassische Führungsideal sind sie deutlich stärker am Team orientiert. Betont werden Fähigkeiten wie die als Coach zu agieren, um das Team zu stärken, sich für den Erfolg, die Weiterentwicklung und das persönliche Wohlergehen der Teammitglieder einzusetzen, kein Mikromanagement zu betreiben, zuzuhören und Informationen zu teilen.

Gerade der Chief Philosophy Officer wäre hier kein fünftes Rad am Wagen, sondern unmittelbar beteiligt an wichtigen Entscheidungen. Er wäre in der Lage, über Fragen zum Umgang mit Gesundheitsdaten hinaus mit ethischen Überlegungen im strategischen Feld (z. B. Medizinstrategie) oder bei der Transformation von operativen Prozessen zu vermitteln. Ein Zurückrudern, weil Entscheidungen aufgrund von Veränderungsdruck im Eilverfahren durchgeboxt wurden, kann kostspielig werden. Nicht nur finanziell, sondern auch hinsichtlich der 3R-Regel, die besagt, dass eine Gesundheitseinrichtung sich aktiv um die Resonanz mit dem zu versorgenden Umfeld kümmern sollte. Die daraus resultierende Reputation funktioniert bestenfalls wie ein Schutzschirm, was einem Krankenhaus Resilienz verspricht, um in Krisenzeiten nicht länger als nötig mit einem aufkommenden Sturm kämpfen zu müssen. Aus Lippenbekenntnissen kann gelebte Praxis werden, wenn sich jemand wie der Chief Philosophy Officer tätig darum kümmert.

Als Solopreneur biete ich Krankenhäusern und größeren Gesundheitseinrichtungen Orientierung in diesen Fragen. Schauen Sie gelegentlich wieder vorbei oder nehmen Sie über meine Seite betablogr.de Kontakt zu mir auf. Ein Beratungsanlass könnte sein, wie ein Krankenhaus vom mitteilenden Unternehmen zu einem kuratierten Netzwerk reifen kann und versteht, wie Marketing als Teil der Leistungserbringung etabliert werden kann.

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