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Erfolgreich duzen oder warum wir uns neu abgrenzen

Mit dem bilateralen Überwinden des Siezens wollen wir dem Behäbigen und Beharrenden kollektiv entfliehen.

Die für diesen Blogpost gewählte Überschrift verweist auf ein Poster, das im Büro eines früheren Vorgesetzten stand. Er hatte es nie an die Wand gebracht. Sowenig er mir während unserer Zusammenarbeit das Du anbot.

Ich komme aus einem eher konservativ geprägten Landstrich, wo der Ältere dem Jüngeren das Du als Akt der Anerkennung offeriert; wenn überhaupt. Das ändert sich gerade. Das Siezen ist eine Kulturtechnik, die hauptsächlich mit dem deutschen Sprachraum verbunden wird. Wir alle haben uns gewundert, wenn in alten Filmen der Zögling Vater und Mutter siezte. Das Sie leistet eine Abgrenzung zum Anderen. Scheinbar musste das sogar lange Zeit dann so sein, wenn elterliche Liebe im Spiel war. Tempi passati.

Neulich meinte die Kabarettistin Lisa Eckhart in einem Interview im Schweizer Fernsehen, dass sie sich vom dauernden Geduze besudelt fühle. Lisa Eckhart ist bekannt für ihre provozierenden Formulierungen. Doch hier wurde mir mit einem Mal klar. Es geht beim Siezen immer um Abgrenzung. Als junger Mann habe ich nie richtig verstehen wollen, warum ich nicht auch mit dem Du Respekt zeigen durfte. Dabei geht es gar nicht um Respekt, sondern um den Abstand zwischen hier und dort; wenn überhaupt erzeugt erst der eingehaltene Abstand den Respekt.

Nicht nur in der Gesundheitswirtschaft verändert sich gerade etwas, das ich in diesem Zusammenhang bemerkenswert finde. Immer häufiger wird sich gleich geduzt. Nicht nur unter jüngeren Gesundheitsakteuren, sondern in jeder Alters- und sonstigen Querschnittskohorte. Meist liegt dem eine bestimmte Stimmung zugrunde, die ich auch nicht der Anwesenheit der sozialen Medien unterstellen möchte. Es geht auch hier um Abgrenzung, die ich an dieser Stelle beobachtend festhalten möchte.

Auffällig ist, dass man sich dort schneller duzt, wo etablierte Strukturen kollektiv als zu überwinden markiert werden sollen. Wer sich duzt, bekennt sich zu dieser Gruppe von Branchenteilnehmer, die etwas verändern wollen. Überwiegend passiert das in der Gruppe derer, die Digitalisierung als Schlüsselaktivität verstanden oder schon Digitalität als Haltung übernommen haben. Auch in jeder anderen Hinsicht wird enger zusammengedrückt.

Es geht mir hier nicht um gut oder schlecht. Es geht mir um die Tatsache, dass da draußen gerade eine Schismogenese läuft, die eine bewährte Kulturtechnik („Das Siezen“) umkehrt und zurück zum Du möchte, um sich gegenüber dem destruktiven Gehabe der Altvorderen zu behaupten. Mit dem bilateralen Überwinden des Siezens wollen wir dem Behäbigen und Beharrenden kollektiv entfliehen. Technologische Aufgeschlossenheit, in dessen Windschatten sich ein bereits vereinbarter, kultureller Wandel vollziehen wird, verlangt offensichtlich eine neue Abgrenzung, die mit dem guten alten Duzen dokumentiert werden soll. Das Du erlebt mit diesem Umstand seine Renaissance. Das Siezen hat nicht ausgedient. Aber es dient nicht mehr, wo man sich der Zukunft zugewandt trifft und ohne viel Aufsehen, zum Du übergeht, um zu dokumentieren, dass für diesen Teil das Mindset stimmt.

Zurück zum Poster. Mein damaliger Chef hat wohl nie geschafft, den Abstand zu überwinden. Schade eigentlich. Denn an diesem Abstand ist unsere Zusammenarbeit letztlich gescheitert. Ich hatte nie wirklich Vertrauen, ob er meiner Arbeit und mir den Respekt zugestehen wollte. Das wäre gelungen, wenn wir uns geduzt hätten. Ich hätte es als Auszeichung verstanden und nicht als Rückschritt in der Beziehung zwischen Vorgesetztem und Angestellten. Deshalb kann ich Lisa Eckhart zwar verstehen. Aber vom Du fühle ich mich nicht besudelt.

Übrigens, bei Buchung Deines Zeitgeschenks lasse ich Dir die Wahl, ob wir uns während des Meetings oder dem Telefonat duzen oder siezen. Die meisten (> 90 %) der Menschen, die ein Zeitgeschenk in Anspruch nehmen, stimmen zu, dass wir uns erfolgreich duzen. Das liegt dann wohl daran, dass mein Zeitgeschenk eine Brücke ist und wer die geht, um den Abstand zu überwinden, kann gar nicht mehr duzen. Das ist vielleicht noch kein Beweis für meine hier niedergeschriebene Annahme. Aber ganz sicher ein Indiz, dass wir kulturell in einer neuen Phase der Überwindung stecken.

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